Optoma HD90

Alles rund um Projektoren mit DLP-Technik

Moderator: Michael

Optoma HD90

Beitragvon Michael » 27.11.2014 00:55

Bild
(Größenvergleich)

Die Anzahl klassischer Hersteller von Heimkino-Projektoren ist mittlerweile recht überschaubar. Optoma allerdings gehört ganz klar dazu. "Alte Hasen" werden sich gern an Projektoren wie den H78 oder H79 erinnern. Geräte, die damals auf so mancher Wunschliste standen, die allerdings auch ihren Preis hatten. Auch heute noch setzt Optoma die Tradition fort, besonders wertige Geräte zu fertigen. Diese liefen bzw. laufen dann unter der Theme Scene oder aktuell Pro Scene Serie. Optomas HD90 ist ein Vertreter dieser Gattung. Der HD90 ist praktisch ein neuerer HD91 mit einem anderen Objektiv. Das Vario-Objektiv des HD90 ist im Gegensatz zum HD91 mehr auf den Weitwinkelbereich ausgelegt. Mit einem Projektionsverhältnis von 1.22 - 1.52:1 lassen sich große Bilder aus kürzeren Abständen realisieren. Der ältere HD91 hatte einen deutlich stärkeren Telebereich ( Projektionsverhältnis 1.5 - 2.89:1)

Bei diesen überaus interessanten Projektoren spielt das Objektiv übrigens eine besonders große Rolle. Der HD90 ist hier auch gegenüber dem HD91 im Vorteil. Aber - der Reihe nach.

Schon bei der Aufstellung zeigt der HD90, das er mit anderen DLP-Geräten wenig Gemeinsamkeiten hat. Es gibt keinen Offset ! D.h. ein HD90 lässt sich genauso einfach aufstellen, wie man das von LCD oder LCoS Projektoren gewohnt ist. In Nullstellung des LensShiftes ist das Bild also mittig. Eine Aufstellung unter oder über der Leinwand, stehend oder hängend ist kein Problem. Auch ist der LensShift Bereich für DLP-Projektoren geradezu riesig. Vertikal lässt sich das Bild um 60% nach oben und 60% nach unten verschieben. Horizontal sind es jeweils 10%.
Das ist ganz was Neues und endlich dürfen sich auch Freunde der DLP-Technik über einen solchen Luxus freuen. Die Rädchen für den LensShift befinden sich übrigens unter dem Gerät jedoch recht weit vorn. Kling unpraktisch,jedoch lassen sich beide Regler einwandfrei erreichen und zudem denkbar präzise justieren.

Nach der ersten Überraschung folgt die Zweite. Nun gut - eigentlich keine Überraschung, war es doch klar : Hier haben wir einen LED Projektor. Doch man muss es erlebt haben. Man drückt ein Knöpfchen und das Bild ist da.Man drückt es nochmal und das Bild ist weg. Kein Anlaufen, kein Hochfahren, keine Nachkühlphase. Das macht richtig Spass. Hier gibt es weder einen belastenen Kaltstart noch einen schädlichen Warmstart. Es ist schlicht egal - man muss keinerlei Rücksicht nehmen. Da schaltet man doch gern gleich noch mal aus, wieder ein, aus, wieder ein - gut,lassen wir das...
Fakt ist : Man muss sich um die Lichtquelle nicht sorgen. Die ist robust und langlebig. Und wer das nicht glauben will : 10.000 Stunden / 5 Jahre "Lampen"-garantie. Noch Fragen ?

Nach dieser unheimlichen Begegnung mit so gänzlich neuen Dingen ein Wort zum Design. Das Gerät ist nicht nur sehr wertig verarbeitet - es ist bildhübsch. Ja - interessiert uns Männer nicht. Aber wenn schon die anwesende "bessere Hälfte" nach dem Auspacken verzückt "ist der hübsch" ausruft, so hat dies vielleicht etwas zu bedeuten.

Weiter gehts und ich überlege gerade, wo ich anfangen soll. Was immer man nach Sichtung unzähliger DLP-Modelle erwartet - hier muss man umdenken und lernt dazu. Dabei waren beim HD91 im Netz die Reaktionen auf das Gerät eher durchwachsen. Das beruht zum Teil auf Hörensagen, auf wenige, recht negative Testergebnisse, den Preis aber auch auf mangelnde Zeit, die man sich mit diesem Gerät aber unbedingt nehmen sollte, da es so manche Überraschungen gibt. Und die sind -fast - gänzlich positiv.

Vorab ein Hinweis auf die Eigenart von LED-Projektoren. 1-Chip DLP-Projektoren haben eine hohe Weisshelligkeit, jedoch - gewöhnlich - eine geringere Farbhelligkeit. Das liegt am Farbrad. Die Grundfarben werden nacheinander und nicht gleichzeitig projiziert. Es steht also nie das volle Lichtspektrum zur Verfügung, da die Farben eben nicht zeitgleich durch Mischung im Gerät angezeigt werden. Bei Weiss hat man mehr Licht, weil der DLP-Spiegel bei einem weissen Pixel für R-G-B aktiv bleibt. Alle 3 Farben zusammen ergeben weiss...
Auch ein LED Projektor zeigt die Farben sequenziell. Er benötigt jedoch kein Farbrad. Und mit LEDs lassen sich Farbräume realisieren und kräftige, leuchtstarke Farben darstellen, wie das mittels UHP-Lampe und Farbrad kaum möglich ist. Wir haben also eine hohe Farbhelligkeit. Das ist bei Business-Geräten (also Präsentationsprojektoren für helle Räumlichkeiten) weniger erwünscht, für die Heimkino-Anwendung jedoch ein großer Vorteil. Denn unser "Nutzlicht" ist nicht weiss (um Raumlicht zu überbieten und Grafiken/Texttafeln sichtbar darstellen zu können), sondern farbig.

Die Lumen Angaben zwischen verschiedenen Techniken lassen sich ohnehin mehr schlecht als recht vergleichen. Das gilt auch für DLP-Projektoren mit LED oder herkömmlicher Lampentechnik. Doch kommen die Eigenschaften der LED-Leuchtmittel unseren Anforderungen sehr entgegen. Natürlich sind solche Projektroen komplizierter, aufwendiger und deutlich kostenintensiver bei der Herstellung. Ganz wichtig : Der Anspruch an die Optik ist sehr hoch. Nicht nur aufgrund des Farbspektrums, sondern vor allem in Bezug auf die Lichtstärke der Optik. Lichtstarke Objektive sind teuer. Optoma verbaut im HD91 und HD90 entsprechend lichtstarke und hochwertige Objektive. Und da Weitwinkel-Objektive lichtstärker sind, ist der HD90 bei größeren Bildbreiten gegenüber dem HD91 klar im Vorteil. Der HD90 lief hier auf 3,10m Bildbreite. Das klappt sehr gut. Für einen HD91 mit Telezoom wäre das etwas zu viel.

Jetzt kommen wir mal zum Bild an sich. Und das ist in gewissermassen zum Teil Neuland. Ein komplett schwarzes Bild projiziert ergibt einen DLP-typischen Schwarzwert. Hier kann ein HD90 wie auch jeder andere DLP-Projektoren nicht mit dem Schwarz besonders eines Dila-Projektor konkurieren. Interessanter wird es aber, wenn wir Motive haben, in denen leuchtende Farben und gleichzeitig auch tiefschwarze Flächen/Motive darzustellen sind. Während bei herkömmlichen DLP-geräten im direkten Vergleich eine Art Grauschleier über dem Bild liegt,zeigt der HD90 immer wieder Szenen mit einem vorzüglichen Kontrast. Es gibt so manche Testszenen, die ich so noch von keinem DLP-Gerät gesehen habe. Die Bildplastizität in dunklen Bildszenen ist keine unbedingte Stärke. Gut, aber nicht auf dem Stand, den JVC seit etwa 6 Jahren bietet.Und geht es um den Kontrast, muss man eben Referenztechniken zum Vergleich heranziehen. Aber es gibt immer wieder Szenen, in denen man staunt. Da erscheinen Bildanteile auf einmal absolut tiefschwarz.Farben wirken kräftig (wenn sie es denn im Original sind) und absolut rein. Fotos im Adobe Farbraum ? Das kann der HD90 auch ohne Filter. Ohne Lichtverlust. Und in einer wirklich bemerkenswerten Qualität. Der Projektor bietet ganz einfach eine bemerkenswert gute Farbwiedergabe, die man so selten sieht. Das macht Spass und hier hat die LED-Technik wirklich etwas zu bieten.
Das fehlende Farbrad und die extrem schnell schaltenden LEDs lassen die Problematik des "Regenbogeneffektes" (Farbblitzen) Geschichte werden. Nun ist das auch abhängig vom Betrachter. Jedoch konnte ich keinen RBE erkennen, was mir bisher immer gelang. Und da beim Test ein in dieser Sache extrem empfindlicher Zuschauer anwesend war, der ebenfalls kaum RBE erkennen konnte, obwohl er intensiv suchte, behaupte ich einmal mit Sicherheit, das dieses Thema beim HD90 keine Rolle mehr spielt. Ein angenehm ruhiges Bild welches besonders für empfindliche Naturen im Gegensatz zu anderen 1-Chip Geräten eine Wohltat sein dürfte.

Bleiben wir bei LED. Anders als bei UHP Lampen, die einen recht geringen Regelbereich haben, weil der Temperaturbereich in engen Grenzen liegt, kann mittels LED die Helligkeit nach Belieben gesteuert werden. Wir haben beim HD90 also keinen hohen oder niedrigen Lampenmodus, sondern wir können die Leuchtstärke der LEDs in 5% Schritten einstellen.
Wie manch andere aktuelle Projektoren bietet auch der HD90 die Funktion Dynamic Black. Mittels dieser Funktion regelt der Projektor selbstständig anhand der jeweiligen Bildszene die Helligkeit,um den Kontrast zu optimieren und den Schwarzwert zu erhöhen. Die Wirksamkeit von Dynamic Black ist dabei auch abhängig vom Leuchtmittel. Je stärker die Lampe, umso mehr Spielraum hat die Funktion, weil der Regelbereich höher liegt. Der Zugewinn fällt dann deutlicher aus - leider sind auch Nebenwirkungen (sichtbare Helligkeitsschwankungen) zu beobachten. Der Regelbereich von LEDs ist wie schon erwähnt praktisch grenzenlos. Die Wirkung von Dynamic Black entsprechend hoch, jedoch auch stärker sichtbar. Deshalb stehen 4 Stufen zur Verfügung. Die konnten leider nicht alle getestet werden, weil bei Testgerät die Fernbedienung ausfiel. Der erste Projektor ohne Steuermöglichkeit am Gehäuse - die erste defekte Fernbedienung. Mal wieder passend...
Der Kontrast ist auch ohne Dynamic Black gut und in manchen Szenen gar ausgezeichnet. Man hat die Möglichkeit, die Funktion entsprechend anzupassen,möchte man sie nutzen.

Der HD90 bietet neben mehreren Farbräumen (inkl.Adobe) alles an Einstellmöglichkeiten, was man sich wünscht. Ein CMS, natürlich Benutzergamma und neben Dynamic Black weitere Funktionen wie z.b. Ultra Detail. Ultra Detail ist eine bewegungsadaptive Schärfedarstellung, welche die Bildschärfe je nach Motiv deutlich erhöht. Auch hier gibt es mehrere Stufen, denn auch ein Zuviel ist möglich. HD+ sollte man z.B. auf keinen Fall bei der Präsentation von Fotos verwenden. Zusätzlich steht aber auch noch ein Schärferegler zum Feinabgleich zur Verfügung.Zur Schärfe allgemein kann man sagen, das sich auch in diesem Punkt das hochwertige Objektiv bemerkbar macht. Tadellose Auflösung - so gut wie keine Farbsäume (chromatische Aberration).

Mit PureMotion 4 steckt im HD90 die aktuelle Zwischenbildberechnung von Optoma. Diese arbeitet so weit ich das beurteilen kann recht wirkungsvoll und weitgehend artefaktfrei. Ja - etwas schwammig ausgedrückt. Aber Dank der sehr flüssigen 24p Wiedergabe des HD90 stand das beim Test hinten an. Und dann beendete die Fernbedienung weitere Versuche. Zuletzt lief der HD90 im Kinomodus, in dem ab Werk PureMotion und auch DynamicBlack aktiv sind. Farben, Kontrast und Helligkeit sahen auch dort sehr gut aus. Nur konnte ich leider nicht mehr feststellen, welche Stufe beider Funktionen nun im Preset aktiv war. Ohne Steuermöglichkeit ist man dann blind und chancenlos, irgendeine Auswahl zu treffen oder entsprechende Infos anzeigen zu lassen. Wirklich schade. Lief PureMotion in einer höheren Stufe, so was das Ergebnis sehr gut. Lief sie hingegen in kleinster Stufe, so wäre der "Soupeffekt" mir zu stark ausgeprägt und auch - wenn auch seltene - Artefakte weniger hinzunehmen. Hier wird später noch einmal genauer hingeschaut.

Es wird zu lang. Deshalb hier zuerst einmal Schluss. Wer Fragen hat, kann sie gern hier posten.
Auf jeden Fall ein faszinierendes Gerät was mir persönlich auf Anhieb viel Spass bereitet hat. Endlich mal was Neues.Endlich mal eine einfache Installation. Und diese prachtvollen Farben.

Fazit :

+
- LED als Lichtquelle, die den Anwender wohl überlebt
- vorzügliche Farbdarstellung die man so selten zu sehen bekommt
- gute Lichtleistung für Leinwände bis etwa 3m Bildbreite
- kein RBE (Regenbogeneffekt/Farbblitzen)
- angenehm leise und wenig Abwärme
- insgesamt guter Kontrast - in gewissen Szenen gar überraschend gute Ergebnisse,die nur wenig Vergleiche scheuen müssen
- komplette Ausstattung
- vorzügliche Bildschärfe
- gute Bewegungsschärfe und flüssige 24p Darstellung
- Aufstellung ähnlich flexibel wie LCD oder LCoS Projektoren
- hochwertige Verarbeitungsqualität und formschönes Gehäuse


-
- Dynamic Black arbeitet zwar von der Lautstärke unauffällig (Lüfterschwankungen), jedoch stellenweise deutlich sichtbar
- sehr dunkle Bilder erreichen weder den Schwarzwert noch die Plastizität einiger anderer Geräte im ähnlichen Preissegment
- PureMotion evtl.etwas zu auffällig (auch Geschmackssache / Nachtest erforderlich)
- bei 85-100% LED Leistung war ein schwaches Sirren vom Netzteil zu hören. Nicht wirklich störend und evtl. vorhanden nur beim Testgerät
- Farbneutralität nicht in allen Bildmodis wirklich optimal (Kalibrierung erforderlich - aufgrund Ausfall Fernbedienung leider nicht möglich)
Gruß, Michael

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Re: Optoma HD90

Beitragvon Christian » 28.11.2014 10:11

Moin Moin,

ich denke seit längerer Zeit darüber nach was nach dem Benni W1070 kommen soll, hatte aber ein grosses Hindernis dabei.
Ich möchte ein 200 x 113 bei einem Projektionsabstand von knappen 2,5m.

Das hat bis jetzt nur der 1070 und irgendein Epson geschafft.Sprich, die Auswahl war also mehr als begrenzt.
Mit dem Bild des W1070 bin ich im übrigen immer noch zufrieden, ich meine klar es könnte besser sein, das wissen wir alle, aber für das Geld und den Projektionsabstand, war der 1070 für mich ein Super Schnäppchen das mir die Grossbild Welt eröffnet hat.

Was mich am 1070 aber wirklich stört, ist die Betriebslautstärke, zumal ich direkt darunter sitze.

Jetzt habe ich Anfang der Woche vom HD90 gehört (Youtube Video) und war begeistert.
So wie ich das sehe, wäre dies der einzige Weg irgendwann in die obere Mittelklasse aufzusteigen.

Wobei, zugegebener Massen ist der Kaufpreis schon ganz ordentlich, zumal ich mit nem HW40 vermutlich das bessere Bild hätte.
Der Vorteil ist halt die Lampenlebensdauer wodurch sich der ganz schön hohe Kaufpreis wohl nochmal relativiert.

Für mich sehe ich keine andere Möglichkeit als den HD90, aber so aufm freien Markt, glaube ich hat der Optoma es schwer bei dem Preis mit nem HW40 oder sogar dem HW55 zu konkurrieren.
Denn seien wir mal ehrlich, Freaks wie wir :mrgreen: , geben Unsummen für das letzte Quäntchen Bild und Tonqualität aus.
Wir geben manchmal mehrere 1000e aus um dann 3-4 % Steigerung zu bekommen (ich zumindest was den Ton angeht).

Was würden wir dann lieber wollen? Ein besseres Bild oder mehr Betriebsstunden :wink: ?

Aber bitte versteh mich nicht falsch, ich bin super glücklich darüber das endlich mal ein Beamer für meine Vorraussetzungen gebaut wurde, der auch mit einem Super Bild im Vergleich zum Benni kommt und deutlich leiser ist.

Wie ist das eigentlich mit der Lautstärke?Aufgrund der LEDs wird der doch nichtmehr heiss, ergo bräuchte der doch auch garkeine starke Kühlung?
Läuft der Lüfter immer?

Nimmt man das GErät war wenn man direkt darunter sitzt?
Gruß Christian

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Re: Optoma HD90

Beitragvon Akira » 28.11.2014 12:57

Hi Michael,

klingt interessant das Gerät, dennoch kein Grund zum wechsel bei mir..
Gruß Harry

JVC DLA X 35, Toshiba HD-XE1/HD-EP30, Marantz UD7006, PANASONIC DMP-UB704 Ultra HD Blu-ray Player, Marantz AV 8801, Marantz MM 7055 und B&W 7er Serie

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Re: Optoma HD90

Beitragvon Thomas » 28.11.2014 20:09

Nun,
ich bin mit dem X30 auch mehr als gut versorgt und konzentriere mich schon seit Monaten nur auf´s "Eigentliche“ das Filmschauen und denke nicht im Traum daran meinen JVC wegzugeben. Er funktioniert und ist auch leise. Da das Interesse hier im Forum jedoch relativ gering an Rückmeldungen ist, lese ich nur noch mit ohne mich jedoch anzumelden und meine Eindrücke wiederzugeben.

Nun aber zum LED DLP Beamer. Michael bemerkt es schon richtig, LED-Technik ist schon was besonderes, wenn auch die Bildwerte eines DLA scheinbar nicht erreicht werden. Nun verstehe ich das Ganze so, es bleibt auch mit LED Technik ein DLP Beamer mit Farbrad und so. Die Lichtquelle ist aber keine konventionelle Lampe mehr sondern halt LED´s (extreme Modeerscheinung, nach Xenon auch aktuell in der Automobilindustrie, doch da geht es schon wieder in Richtung Laser, es wird wahrscheinlich in der Zukunft Laser Beamer geben). Nun kann man doch LED´s viel schneller von „an" auf „aus“ schalten, ohne das die kaputt gehen, einen Vorteil erkenne ich nicht. Da bleibt es bei der immer noch letztlich „weißen" Lichtquelle und das Farbrad, wo letztlich die Farben erst mal entstehen und nicht zu vergessen der eigentliche DMD Chip (der Spiegelkipper, der durch seinen Spiegel-Anstellwinkel die Farbe bestimmt auch weiß und schwarz). Unser DLA hat sozusagen das fertige Bild schon komlpett auf den Chips und vergrößert es nur noch auf Leinwandformat. Klar muß auch erst das DLA Bild mal von Profis programmiert werden, der Nachteil des DLP trotz LED ist unübersehbar, das Farbrad.
Wenn ich etwas falsch verstanden habe bitte ich um Korrektur.
Gruß Thomas

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Re: Optoma HD90

Beitragvon guido » 28.11.2014 21:19

Hallo,

Verstehe ich nicht.
Ein Led Projektor hat doch jeweils eine rote,blaue und grüne LEd.
Wozu braucht es da ein Farbrad?
Wenn du denkst es geht nichts mehr...
kommt von irgendwo ein WOLTERS her.

Guido
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Re: Optoma HD90

Beitragvon Thomas » 28.11.2014 21:44

Hallo guido,
Michael schrieb auch, daß es kein Farbrad mehr am HD 90 gibt, verstanden habe ich es aber nicht, deshalb habe ich versucht es mit meinen Worten zu beschreiben. Richtig muß dies deshalb nicht sein. Die kurzen Umschaltzeiten der LED´s könnten das Farbrad überflüssig gemacht haben. Doch das zu glauben, fällt mir schwer. Michael wird wohl dazu aufklären. Kurz online er ist :wink: .
Ist eigentlich egal wie lange das fertige Bild auf dem Chip schon da ist, ob von Spiegeln erzeugt oder was auch immer, auf der Leinwand sehen wir das Ergebnis.
Wenn ich mir vorstelle, wie oft über 2Mio Spiegel in einer Sekunde zucken oder PixelChips Farben erzeugen um ein ordentliches Bild aufs Bild zu zaubern, ...schon unglaublich. Wahrscheinlich nur eine Frage der Synchronisation.
Gruß Thomas

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Re: Optoma HD90

Beitragvon Michael » 29.11.2014 00:52

@ Christian

Ja - vom Abstand klappt das. 244cm Abstand für ein 2m Bild. Ja gut, die Lautstärke. Also ich würde diese als sehr angenehm und unauffällig bezeichenen. Ja - man hört ihn schon wenn man nahe dran sitzt und der Filmton aus oder sehr leise ist. Ich hatte zum Vergleich mal einen HD350 laufen, den hier im Forum ja einige kennen. Der Optoma ist etwas leiser, doch ist der Unterschied nicht groß. Farbradsirren hört man nicht, da nicht vorhanden und wechselnde Lüfterdrehzahlen bei Dynamic Black fallen wirklich minimal aus. Absout nicht störend.
Die LEDs sitzen auf Kühlkörpern, die schon etwas Kühlung brauchen. Dazu kommt Signalelektronik, Skaler, die rechenstarken Chips für die "Pure Engine" (Bildprozessor u.a. auch mit FI), das Netzteil usw. Ganz ohne Kühlung gehts nicht. Der Luftstrom ist allerdinsg entsprechend verteilt und Strömungsgeräusche gibt es gar nicht. Wie gesagt - ich empfand ihn vom Geräusch her angenehm.

Man hat mit den LEDs nicht nur den Vorteil der langen Lebensdauer. Man hat eben auch über eine sehr lange Zeit eine gleichbleibende Helligkeit. So hatte der HD350, der mal zum Vergleich lief vielleicht noch max. 80% Lampenleistung (nach 1000 Betriebsstunden). Der Optoma war gemessen exakt 23% heller. Das ist nicht nur ordentlich Licht für einen LED Projektor. Man verfügt über diese Lichtmenge über einen langen Zeitraum...

@ Akira

Du bist bestens versorgt und musst nicht gleich alles kaufen, nur weil ich teste :-) Ob ein Umstieg von Dila so sinnvoll wäre...

@ Thomas
Es gibt beim Bild Dinge, bei denen unsere JVCs klar vorn liegen. Ein Wechsel bringt nichts, da man sich im Bild eher nicht verbessert ;-) Es gibt aber auch viele DLP-Fans und natürlich auch die LCD-Fraktion. Der HD90 ist wirklich etwas Neues. Das Bild ist manchmal "DLP-typisch", manchmal aber auch überraschend anders. Ich würde das vom Bildstil fast als neue, weitere Projektorklasse einstufen, weil es große Unterschiede gibt.
Nein - kein Farbrad. LEDs für jeweils Rot, Grün und Blau. Die lassen sich schneller schalten als ein Farbrad. Deshalb ist auch der Regenbogeneffekt Geschichte. Also kein weisses Licht, sondern für jede Grundfarbe eine eigene Lichtquelle. Die zudem ein viel reineres und vom Spektrum her ideales Licht zeigt. Deshalb die großen Farbräume und die extrem kräftigen, strahlenden und reinen Farben. Da sehe ich übrigens auch den Hauptvorteil. Die optische Einheit ist dadurch auch anders aufgebaut. Eine Folge davon ist der Wegfall des Offsets und der große LensShift Bereich.

Du hast bei einem Farbrad einfach den Nachteil, das jeweils nur 1/3 des Spektrums der Lampe pro Bild genutzt wird. Deshalb ist die Farbhelligkeit bei DLP geringer als die Weisshelligkeit. Dank LED hast Du jetzt 3 Lichtquellen, die sich eben perfekt anpassen lassen. Es werden natürlich weiterhin nur jeweils einfarbige Bilder hintereinander projiziert, da 1Chip. Aber mit LED habe ich eine höhere Farbhelligkeit und ein perfektes Lichtspektrum. Das macht sich sehr deutlich bemerkbar. Ich habe also keine weisse Lampe, aus der ich RGB herausfiltern muss (wobei die Ausbeute nicht gleich ist) sondern 3 farbige LEDs, die bereits alles liefern was ich benötige und zusammen eben weiss ergeben.

Die Geschwindigkeit und auch die Langzeitstabilität der kleinen Spiegelchen ist schon irgendwie faszinierend. Wie schnell die LEDs schalten können, auch. Probier das mal mit ner Taschenlampe ;-)
Gruß, Michael

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Re: Optoma HD90

Beitragvon guido » 29.11.2014 04:37

Guten morgen,
Da kommt es aber auf die Schnelligkeit des Daumens an 8)
Nee,die Led Technik ist schon gut.
Und so ein Dlp Chip ist schon faszinierend.
Was da auf der grösse eines Daumennagels passiert ist Wahnsinn.
Allerdings werden die auch richtig heiß.
Meine Fenix Taschenlampe schneidet im höchstem Lampenmodus einen Lichtkegel in die
Dunkelheit das man staunt.
Aber nach 5min schaltet sie automatisch in einen niedrigeren Modus, weil sie sonst zu heiß wird.
Nicht gut für die Lampe und die Finger.
Und für die Augen wenn man da rein guckt.
Dann hat sie noch einen warn/verteidigunsmodus.
Da blinkt sie wie ein strobosko im höchsten Lampenmodus.
Wer da reinguck ist wie geblitztdings und sieht ne halbe stunde nur Flecken.
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Re: Optoma HD90

Beitragvon Akira » 30.11.2014 12:27

Michael hat geschrieben:
@ Akira

Du bist bestens versorgt und musst nicht gleich alles kaufen, nur weil ich teste :-) Ob ein Umstieg von Dila so sinnvoll wäre...


:lol: Mache ich ja nicht, sehe ich meinen alten Receiver, oha, da hänge ich weit hinterher...
Gruß Harry

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Re: Optoma HD90

Beitragvon Michael » 01.12.2014 17:15

Wine Sache muss ich noch nachreichen. Der HD350, der nebenbei lief schafft keine 80% Lampenhelligkeit mehr. Das geht dann doch eher Richtung 60-70%. Also bei neuem Leuchtmittel wird der HD90 in Sachen Leuchtkraft nicht ganz mithalten können. Den 350er hatte ich erwähnt, weil viele Nutzer hier ihn kennen oder selbst hatten. Nur taugt das in diesem Fall nicht bzw. ist wenig aussagekräftig, weil der Lichtverlust durch die alte Lampe größer ausfällt, wie zuerst angenommen...
Gruß, Michael

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