Sharp Z3000 (im Vergleich zum Sanyo Z5)

Alles rund um Projektoren mit DLP-Technik

Moderator: Michael

Sharp Z3000 (im Vergleich zum Sanyo Z5)

Beitragvon Hack » 29.11.2007 12:27

heißt mein neuer Beamer. Nun seit 30 Stunden im Einsatz=1 Woche.

Ich kann nur sagen: Bin restlos begeistert.

Am PC: Rasiermesserscharfes Bild, knackige Farben, deutlich besser als mein alter Z5. Kann mir außer höherer Auflösung nicht viel mehr wünschen.
Schriften und Spiele sind ein Genuß.

HD-Filme "schocken" richtig. Enorm viel Punch im Bild.

Am DVD-Player:

Hier werden die Grenzen des Mediums DVD leider sehr deutlich. Stellt man das Bild so auf knapp doppelte Diagonale/Betrachtungsabstand, ist es noch erträglich. Aber insgesamt sehr schöne Farben, hoher Kontrast, plastische Bildwiedergabe.

Im Vergleich zum Z5:

Wenn der Z5 Golfklasse ist, ist der Sharp die Mercedes E-Klasse. Der Sharp ist deutlich besser in allen Belangen, außer natürlich im Aufstellungskomfort und Zoom. Ein zurück kann ich mir nicht mehr vorstellen. Beim Z5 ist die DVD Wiedergabe aber subjektiv etwas schärfer, was lt. Michael aber künstlich ist (im Vgl. zum DLP/3100).

Wie Michael es prognostiziert hatte, aber auf den 3100er bezogen, finde ich tatsächlich den Eco-Mode mit kleinster Blende (höchster Kontrast) am besten. Zu Z5-Zeiten fand ich immer die höchste Helligkeit am besten. Hat er wirklich recht gehabt, damals habe ich es ihm nicht geglaubt:-)

Die Gesichtsfarben des Z5 haben mir gefallen, immer viel zu braun, selbst bei kälter Einstellung. Der Sharp Z3000 wirkt deutlich glaubhafter.

Allgemein finde ich den Schwarzwert subjektiv sehr gut, Raumschifffilme kommen gut. Er besitzt überraschend hohe Helligkeitreserven, schon im Eco-Mode mit offener Blende wird man geblendet. Volle Helligkeit ist absolut nicht notwendig. Der Geräuschpegel ist im Film bei Eco nicht zu hören, er ist zwar lauter als der Z5 im Eco Modus, aber da der Z5 im Ecomodus unrund lief (immer ein auf und ab-Geräusch, so dass ich nach her immer auf A1 bzw. voll geschaltet habe), ist das Geräusch als solches deutlich angenehmer, weil gleichmäßig und nicht mit dem Z5-Sirren versehen.

Subjektiv ist der Z3000 deutlich heller als der Z5, obwohl er nur 100 Lumen mehr bietet. Selbst mit angeschalteter Stehlampe kann man ohne Probleme gucken, beim Z5 unmöglich.

Der RBE ist praktisch nicht mehr sichtbar, nur noch provozierbar bei weißer Schrift auf schwarzem Hintergrund (oder vergleichbare Situationen) oder wenn man es mit Augenbewegungen auslöst. Das hat hat mich auch überrascht, weil ich hier sehr empfindlich bin. Besser wäre natürlich gar keiner.

Die Fernbedienung ist auch sehr handlich, beleuchtet, schön klein und ergonomisch. Man kommt mit einer Hand quasi an alle wichtigen Tasten. Zudem kann man sie auch ohne Beleuchtung im Dunklen bedienen, da die Tasten unterschiedlich sind und "logisch" liegen.

Mehr brauche ICH nicht, außer irgendwann mal Full-HD in einigen Jahren.

Noch mal ein Vergleich zum meinem Röhren HD Fernseher:
Hier sieht man schon noch, dass in Richtung Schwarzwert einiges mehr geht. Die Farbpracht ist auch üppiger. Aber das kann wohl nur Röhre.
Konnte man den Z5 aber völlig vergessen in Bezug auf die Röhre, ist der DLP nun "erträglich".

Bin also vom DLP-Hasser zum DLP-Freund mutiert:-) Hätte ich net für möglich gehalten.

Gruß
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Beitragvon Biedermeyer » 30.11.2007 15:27

Gratulation Hack,
Deine Begeisterung spuehrt man foermlich mit jedem Satz.
Schoen, wenn dann fast alles passt.

Wie bist Du auf den Sharp gekommen?
Ist ja relativ selten, heutzutage keinen Full-HD Beamer neu zu kaufen - hab ich auch so gemacht :)

Gruss Joerg
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Beitragvon Michael » 30.11.2007 21:15

Soetwas lese ich gerne. Es ist die eine Sache, diese Dinge theoretisch - also in Worten - zu erklären. Viel besser ist, man sieht es selbst. Und es freut mich, daß ihr nachvollziehen könnte, warum ich immer schreibe : Nicht messen, anschauen. Denn tatsächlich sind diese beiden 720er DLPs nicht heller als ein Z5. Sie wirken nur viel heller da mehr Kontrast - oder wie sagt man so schön : Punch.
Dazu kommt : Die kurze Vorführung beim Händler hilft oft wenig. man muss sich an ein Bild gewöhnen und das dauert einfach ein paar Stunden. Auf gewisse Sachen achtet man nicht auf den ersten Blick, dabei sind gerade diese wichtig (Thema Bildplastizität). Und um in diesen Punkten in Reichweite der 720er DLP-Geräte zu kommen, muss es schon ein moderner 1080er LCD sein. Da kann man sich durchaus fragen, welche Technik denn nun tatsächlich den preiswerteren "Einstieg" ins hochwertige Filmvergnügen bereithält...
Gruß, Michael

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Beitragvon Hack » 01.12.2007 19:48

Hallo,

@ Biedermeyer (und weiter unten an Michael):

Wie ich dazu gekommen bin: Wie gesagt, mit dem Z5 war ich unzufrieden, obwohl ich ihn als deutlich besser empfand als den Z3, den ich vorher besaß. Aufgefallen ist mir das aber erst durch meine HDTV-Röhre. Irgendwann vermisste ich dann wiederum bei gewissen Filmen doch die Größe, was aber voraus zu sehen war:-) (ZB Gladiator)

Durch Ausprobieren mit einem 3300 Ansilumen DLP-Präsentationbeamer ist mir ein (DLP)-Licht aufgegangen. Obwohl nicht gerade als Kinobeamer prädestiniert, fand ich das Bild schon interessant, gerade das Weiß beindruckte mich absolut.

2 Gespräche mit Michael haben ergeben, dass ein DLP in den genannten Bereichen meine Vorstellungen erfüllen wird. So ist es denn auch gekommen. Tragisch, dass ich ihn nicht bei Ihm kaufen konnte:-( (Asche über mein Haupt.)

Denn der Beamer war ein Spontankauf. Mittags in der Pause zufällig gesehen. Nach Feierabend eingeschwenkt...

Wäre ich nach der Vorführung im Laden gegangen, hätte ich mir den Panasonic 100 holen müssen, da er heller ist (2000 AL) und somit im Laden wirklich besser aussah als alle Anderen (War schön hell bei der Vorführung). Der Sharp war aber mit Abstand der schärfste Projektor.

Und den Pana habe ich auch schon 2 mal zu Hause gehabt. Der konnte nicht wirklich gegen den Z5 bestehen (Der Besitzer des Pana hat dies übrigens auch so gesehen). Da sieht man mal, dass man seinen Augen nicht trauen kann :-), zumindest nicht bei solchen Vorführbedingungen.

Also man muss schon sein Hirn bemühen und ein eigenes Urteil bilden. Der Test bei cine4you.de hat mir allerdings schon geholfen. Die waren ja sehr angetan von dem Z3000. Und in diversen Foren auch. Die Tests habe ich aber nur kurz überflogen, da meine Entscheidung schon fest stand.

Das was Michael feststellt hat bzgl. DLP ist also voll eingetroffen, ehrlich gesagt habe ich nicht gedacht, dass der Vorsprung eines guten DLPs so groß ist.

Warum noch ein 1280er Gerät? Die sind ausgereift, die Full-HD sind noch am Anfang, wobei Anfang sicherlich schon als sehr relativ zu sehen ist. In 3 Jahren werden die trotzdem sicherlich Fortschritte hinlegen und das dann zu bezahlbaren Preisen. Dann ist Full HD nichts Besonderes mehr und Standard.

Und ich schau wieder nur DVD, von den HD-Geschichten habe ich erstmal wieder Abstand genommen. Meine Videothek hat keine im Angebot, wird sich aber hoffentlich bald ändern (Angebl. zum Jahresanfang. Und von der Entscheidung hängt bei mir BR versus HD ab).

Das Angebot ist insgesamt einfach noch zu gering. Und die alten Filme habe ich auf DVD bzw. schon im Kino gesehen, die brauche ich nicht auf Bluray (bis auf ein paar Ausnahmen natürlich).

Über meine 1 Kauf-Bluray-DVD habe ich mich fast schon geärgert. (30.- für einmal gucken ist zuviel.) Insofern bin ich mit einem 1280er optimal bedient. Und auch bei einem 1280er sieht Bluray/HD wirklich schick aus. Lieber schöne Farben und guten Kontrast als leichte Schärfevorteile, die ich im Moment sowieso gar nicht nutzen kann.
Und wenn schon Full-HD Beamer, dann eben auch wieder ein DLP:-) Zurück geht nach dem mom. Stand der LCD-Technik für mich nicht!
Gut - LCOS würde ich akzeptieren, bevor ich mich schlagen lasse (Dreambee:-) höhö...

Gruß
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Beitragvon Biedermeyer » 02.12.2007 00:00

Hi,
ja der Michael...
hat nicht nur viel Erfahrung, sondern gibt diese auch weiter - sogar noch
"nach dem Dienst".

Du Hack, der Z5 war ja Dein Vorgaenger.
Ist der Qualitaetsunterschied zum Sharp wirklich so gross bei PAL-Zuspieling?
Mich interresiert vor allem die Skalierungsqualitaet, also von 720x576 nach 1280x768 (Z5 war wohl 1280x720?).

Ich habe bei meinem neuen Beamer (Fabrikat wird erstmal nicht verraten :)), bei Rundungen sehr starke *Treppenbildung* (z.B. auch Nase im Profil), bei schaegen Linien dasselbe, von vielen Schriften will ich gar nicht reden - vom PC kenn ich die Hochskalierung doch schon deutlich unauffaelliger/feiner.
Vielleicht haben alle *Einstiegsbeamer* dieses problem, da ja irgendwo gespart werden muss (interner Skaler).
Allerdings spiele ich im Augenblick leider nbur analog zu.

Schreib mal, wie Deine beamer das gemacht haben.

Ansonsten ist es natuerlich schoen, wenn *Spontankaeufe* in diesen Regionen laufen koennen... :)

Gruss Joerg
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Beitragvon Biedermeyer » 02.12.2007 01:10

ups ich nochmal...
wie real war eigentlich die Lampenstundenzaelung bei den verschiedenen Beamern?

Bei mir war mit Einstellung + langer Film, 8h auf dem Tacho,
nach dem zweiten Film heite (90min-Film + immer mal *stop*),
14h :shock:

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Beitragvon Michael » 03.12.2007 13:43

Hallo Jörg,

die Projektoren skalieren immer auf 720 Zeilen - nicht auf 768. 768 wird nur genutzt, wenn Du ein entsprechendes Signal zuspielst. Beispielsweise 1024x768 oder 1360x768 vom PC. Im Filmbetrieb bleiben die zusätzlichen 48 Zeilen des Chips ungenutzt - ansonsten müsste er ja ein krummes Format herbeiskalieren, was qualitätsmindernd wäre.

Die Skalierungsqualitäten des 3100 sind eigentlich sehr ordentlich, wenn sie auch nicht die Qualität erreicht, die mittels hochwertiger Zuspieler erreicht wird.Die analoge Verbindung mittels S-Video kabel ist allerdings wirklich nur eine Notlösung. Desweiteren kann auch ein hochwertiger Skaler keine Wunder vollbringen. Die Quelle - in diesem Fall Pal - limitiert die max. mögliche Qualität. Wenn Du z.B. mittels 3930 und HDMI eine gute DVD zuspielst, siehst Du auf dem Projektor das Maximum an möglicher Qualität. Verbesserungen sind dann erst wieder möglich, wenn HD zugespielt wird. Auch sind die Qualitäten bei den DVDs sehr verschieden. Viele Veröffentlichungen erreichen kaum die volle Pal-Auflösung. Erscheinen dann Schriften nicht homogen oder zeigen sich deutliche Doppelkonturen, so liegt das immer an der Quelle. Man kann dies sehr schön überprüfen, indem man eine solche DVD per PC und Ausschnittsvergrößerung betrachtet. Dann sieht man erst, wie minderwertig viele DVDs sind und auf der Leinwand siehts nicht besser aus. Auch nicht mit einem Dreambee ;-)

Der Stundenzähler zählt im Eco-Betrieb in Echtzeit. Bei voller Lampenleistung mit dem Faktor 1,5. Inwieweit der Projektor die Zeit berechnet, wenn öfters zwischen den Lampenleistungen hin- und hergeschaltet wird, kann ich nicht sagen. Habs nie probiert bzw. nicht drauf geachtet. Meiner läuft immer in der Eco-Einstellung und hat jetzt 1100 echte Stunden drauf.
Gruß, Michael

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Beitragvon Biedermeyer » 03.12.2007 17:54

Hi,
danke Michael,
dass Du Dich durch den ganzen Wulst durchgekaempft hast :).
Die Doppelkontures lagen wohl am zu langen (minderwertigen) S-Video-Kabel (20m, Ebayware :D, aber Treppen (sauber) sichtbar.
Bei FBAS, keine Doppelkonturen mehr, Farben aehnlich, aber natuerlich kaum eine Linie, die nicht zitterte (ist ja normal) - Treppen *angenehmer*, da nicht so scharf gezeichnet.
Warte sehnsuechtig auf mein HDMI. - Hoffe, dass der DVD-Skaler die Treppen wegkriegt beim Hochskalieren (hatte ich irgendwo gelesen von einem 3930-Besitzer), werde mal berichten :)

erstmal genug :)
Gruss Joerg

ps:
diese *Treppen* erscheinen im Augenblick immer (ausser *Real*-Zuspielung), bei (anerkannten) Bild-Referenz-DVDs genauso wie bei schlechten (sowas hab ich eigentlich gar nicht, ich warte dann lieber auf nen ordentlichen Transfer)

werd wegen dem DVD-Player gleich nochmal Druck machen...
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