HC5500

Alles rund um Projektoren mit LCD-Technik

Moderator: Michael

HC5500

Beitragvon Michael » 29.10.2008 01:41

Die neuen Mitsubishis sind mittlerweile allesamt ausgeliefert und nun macht ein Vergleich Sinn. Ausführlich wird das noch nicht. Einmal fehlt es etwas an Zeit und auf der anderen Seite lernt man... Ein erster - wenn auch ausführlicher - Sichtvergleich mag schon relativ aussagekräftig sein, sicher. Aber erst der etwas längere `Umgang´mit den Geräten lässt ein sicheres Urteil zu. Ferner warte ich auch noch das Erscheinen einiger anderer, neuer Geräte ab, um die Leistungen in die richtige Relation zu setzen. Wer etwas bestimmtes zu dem Gerät wissen möchte, kann hier fragen. Dafür ist das Thema da.

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Optisch unterscheidet sich der HC5500 nur in der Farbe und im kürzeren Objektiv von seinen Vorgängern. Mit einer UVP von 1490,- Euro stellt er das FullHD Einstiegsgerät aus der Mitsubishi-Riege dar. Doch Vorsicht : "Einsteigergerät" sollte keinesfalls als Abwertung verstanden werden, denn der Kleine hat es faustdick hinter den Ohren.
Richtig - der Kleine. Er hat zwar die gleichen Abmessungen wie seine Vorläufer (HC4900, HC5000, HC6000) doch verglichen mit seinen beiden großen Brüdern (HC6500 und HC7000) wirkt er geradezu kompakt und zierlich.

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Der große Staubfilter (bekannt vom HC6000) ist hier nicht montiert, liegt jedoch der Verpackung bei. An Anschlüssen ist alles vorhanden - auch zwei HDMI 1.3 Eingänge, die selbstverständlich über Fernbedienung schaltbar sind.
Um auf diesen günstigen Preis zu kommen, muss der Hersteller gewisse Einsparungen tätigen. In der Vergangenheit stattete Mitsubishi den um 500,- Euro teureren HC4900 zwar mit kompletten Lensshift und gleicher Optik der Spitzenmodelle aus, verbaute jedoch einen einfacheren Skaler ohne 24p/48Hz Unterstützung. Das war ein Fehler, da 24p für die Mehrzahl der Interessenten unverzichtbar war und der Erfolg des HC4900 dementsprechend bescheiden ausfiel. Diesmal macht es Mitsubishi richtig. Der HC5500 hat den Reon VX Chip an Bord und gibt natürlich auch 24p richtig aus. Dafür ist der horizontale (links, rechts) Lensshift weggefallen - der wichtigere Vertikale ist geblieben. Ferner fiel die extrem hochwertige Optik der großen Brüder dem Rotstift zum Opfer und der Zoombereich fällt nun geringer aus. Man sollte also bei der Planung vorher messen, damit es hinterher auch passt.
Das war es dann aber auch schon mit den Einsparungen - die Verarbeitung ist tadellos und man merkt dem Gerät den günstigen Preis nicht an.

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Menue und Ausstattung entspricht den Vorgängern. Das ist nicht verkehrt - bewährt und gut. Wie von Mitsubishi gewohnt, arbeitet das Gerät angenehm leise.

Nun zum Bild. Der HC5500 bringt eine ordentliche Menge Licht auf die Leinwand. Im normalen Lampenmodus sind auch Bildbreiten von bis zu 3 Meter kein Problem. Und da der Mitsubishi auch im normalen Lampenmodus recht leise agiert, spricht nichts gegen die Nutzung der vollen Leuchtstärke der Lampe. Der Schwarzwert ist besser als erwartet. Dem HC5500 fehlt zwar die feststehende Objektivblende des HC6000, jedoch ist daraus nicht unbedingt ein Nachteil abzuleiten, da er eine andere Optik nutzt. Den Schwarzwert würde ich den Vorgängern HC4900 und Hc5000 gegenüber als besser einstufen. Gegenüber dem HC6000 hat er das Nachsehen, jedoch ist er erfreulich nah dran. Das ist schon bemerkenswert - man schaue nochmals aufs Preisschild !

Die Farbwiedergabe ist sehr ordentlich und liegt schon aus dem Karton heraus im duchaus akzeptablen Bereich. Dem Nutzer steht es frei, dem persönlichen Sehempfindungen entsprechend nachzuhelfen.
Auch die etwas einfachere Optik bietet eine sehr gute Bildschärfe. Hier muss sich der 5500 kaum hinter seinen größeren Brüdern verstecken. Unterschiede bemerkt man nur mit Testbildern. Hier zeigt sich dann, daß die Schärfe zu den Rändern ein kleinwenig abnimmt. Im Filmbetrieb ist das in keiner Weise störend oder gar kritisch.
Der Kontrast ist ordentlich und gegenüber dem direkten Vorgänger (HC4900) eine deutliche Steigerung. Auch der HC5000 dürfte hier nicht ganz mitkommen. In besonders kritischen Szenen ist der HC6000 dann überlegen - die beiden Neuen (HC6500 und HC7000) natürlich auch. Das war nicht anders zu erwarten. Dabei ist zu beachten, daß der Test auf einer 2.6m breiten Leinwand erfolgte und viele Interessenten vermutlich eine kleinere Bildgröße einplanen. Aber selbst bei großen Bildbreiten kann sich das Ergebnis sehen lassen. Kein HighEnd - das ist klar. Aber durchaus gut und brauchbar. Die Bildplastizität ist bei den mehrheitlich üblichen Filmszenen durchaus befriedigend - auch das ist in dieser Preisklasse durchaus nicht selbstverständlich.

Wem das nun alles etwas zu kritisch klingt, der beachte bitte, daß ich die Projektoren immer auch unter dem Aspekt des technisch möglichen beurteile. Die Referenz hier ist der DLA-HD1. Dieses Bild bin ich gewohnt und bei einem Vergleich habe ich natürlich auch stets das gewohnte Bild im Kopf ;-) Ich hätte keinerlei Probleme, mir mit Freude einen Film über den HC5500 anzuschauen. Der Projektor kostet 1490,- Euro (UVP). Er ist ausgereift, sauber aufgebaut, leise, gut ausgestattet und liefert ein Bild, welches es bislang zu diesem Preis nicht gab. Das ist mehr als zu erwarten war und eine dicke Empfehlung wert. Der große Spaß fürs kleine Geld - ganz einfach.
Gruß, Michael

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Re: HC5500

Beitragvon guido » 29.10.2008 07:59

hallo

bedeutet das der hc 5500 hat gar keinen horizontalen lenshift?

gruß
guido
Wenn du denkst es geht nichts mehr...
kommt von irgendwo ein WOLTERS her.

Guido
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Re: HC5500

Beitragvon Michael » 29.10.2008 13:44

Richtig, der horizontale Lensshift ist entfallen. Der ist allerdings bei den anderen Mitsubishi-Projektoren auch recht knapp gehalten - ich denke, man kann drauf verzichten.Der vertikale Lensshift ist viel wichtiger.
Gruß, Michael

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Re: HC5500

Beitragvon Gregor » 29.10.2008 16:41

Hi Michael,

danke für den Bericht.
In anderen Foren berichteten User über Konvergenzprobleme und Unschärfen, insbes. im Randbereich. Konntest Du sowas auch beobachten?
Gregor
 

Re: HC5500

Beitragvon Uwe » 29.10.2008 18:04

Gregor hat geschrieben:Hi Michael,

danke für den Bericht.
In anderen Foren berichteten User über Konvergenzprobleme und Unschärfen, insbes. im Randbereich. Konntest Du sowas auch beobachten?


steht eigentlich schon im Bericht, Zitat 'Unterschiede bemerkt man nur mit Testbildern. Hier zeigt sich dann, daß die Schärfe zu den Rändern ein kleinwenig abnimmt. Im Filmbetrieb ist das in keiner Weise störend oder gar kritisch.' Dieser leichte Schärfeabfall im Randbereich kann man bei vielen Projektoren beobachten, auch bei teureren Projektoren z.B. bei einem Sanyo Z2000 meines Kollegen :wink: ist mir das in Testbilden aufgefallen. Im Filmbetrieb bemerkt man dies aber zumeist nicht. Wir sprechen hier von einem Full HD Beamer um die 1500,-€ das Objektiv kann nicht ganz die Wertigkeit eines HC 6500 oder 7000 aufweisen. Diese von dir angesprochenen Forenberichte werte ich nach diversen negativen Erfahrungen sehr kritisch, da wird auch viel Unsinn geschrieben.

Gruß,
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Re: HC5500

Beitragvon Michael » 29.10.2008 21:45

Hallo Gregor,

nein, ich konnt solche Dinge nicht feststellen. Ich war eigentlich nur überrascht, wie gut das Bild in dieser Preisklasse mittlerweile ist.
Der 6500 - auch dazu schreibe ich noch was - hat mich natürlich noch mehr überzeugt. Auch er ist preislich sehr interessant und bietet eine insgesamt sehr ausgewogene Leistung auf sehr hohem Niveau. Man sollte ihn mit `auf die Rechnung´ nehmen - das nur so als Tip. Ich denke er wird sogar das erfolgreichste Modell unter den Dreien. Der 7000 ist Schwarz- und Plastizitätsmeister - keine Frage. Er liegt preislich jedoch schon in Reichweite des HD350 von JVC und der Unterschied zwischen diesen Projektoren ist dann doch noch recht groß...
Gruß, Michael

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Re: HC5500

Beitragvon Uwe » 30.10.2008 16:28

also keine sichtbare Konvergensverschiebung :wink: (Pixelversatz) im Randbereich und auch keine Chromatische Aberration (Optik), aber ein minimaler Schärfeabfall zum Randbereich hin, den man im Filmbetrieb sowieso nicht sieht. Also alles im grünen Bereich. :mrgreen:

Gruß,
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Re: HC5500

Beitragvon Michael » 30.10.2008 16:47

Nunja, einen Pixelversatz sieht man bei jedem Projektor. Auch bei einem HD1 kann dieser bis zu einer halben Pixelbreite vorhanden sein (in der Regel aber weniger). Mit der Nase an der Leinwand sieht man das. Nur ist das ja weniger ein technisches Problem, sondern ein Normalzustand. Und wenn man das bei anderen Projektoren nicht negativ herausstellt, warum sollte man dies beim preisgünstigsten Modell machen ?
Die Bildschärfe ist sehr hoch - das sollte doch genügen.
Gruß, Michael

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Re: HC5500

Beitragvon Uwe » 30.10.2008 17:00

deshalb habe ich sichtbar auch unterstrichen, einen minimalen Pixelversatz sehe ich bei meinem PJ auch :shock: (bei 40cm Sehabstand). Und nein, mich stört es in keinster Weise, ist default und bei fast jedem Projektor so. Für mich nur relevant, wenn es wärend des Films auffällig wird.

Gruß,
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Re: HC5500

Beitragvon Uwe » 19.11.2008 14:53

kurze Ergänzung zu dem von mir angesprochene Pixelversatz meines Projektors, man unterscheidet zum einen eine Konvergenzverschiebung hervorgerufen durch die LCD-Panels und die von mir an meinem ein Chip DLP-Beamer beobachteten minimalen (ca. halber Pixel) Farbsäume (chromatische Abberation) diese werden durch Fertigungstoleranzen/Ungenauigkeiten in der Projektoroptik hervorgerufen, beides ist aus normalem Sehabstand und bei minimalem Versatz nicht sichbar. 8)

Gruß,
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